Institut für Ethno-Musik-Therapie

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Die bisher am Institut beheimatete Ausbildung findet in konzeptionell erweiterter Form seit September 2009
als Studiengang MUSIKTHERAPIE an der IMC Fachhochschule Krems statt. Nähere Informationen erhalten Sie unter: information@fh-krems.ac.at




Zur Geschichte der Ausbildung

Inhalt
Im November 1989 wurde nach einer Idee von Dr. Gerhard Tucek gemeinsam mit Dr. Oruc Güvenc (Istanbul) in Wien die "Schule für Altorientalische Musik- & Kunsttherapie" gegründet. Damaliges Ziel war es, dem Konzept der Altorientalischen Musiktherapie weltweit erstmals wieder eine Heimat zu geben.

Nach Abschluss zweier Jahrgänge unterzog Gerhard Tucek im Jahr 1996 die bestehenden Ausbildungsregularien einer tiefgreifenden Reform.
Er führte ein fächerbezogenes Studium ein, das sich nunmehr nicht mehr an "traditionellen Konzepten" orientierte, sondern beobachtbare therapeutische Prozesse, praktische klinische Erfahrungen und deren wissenschaftliche Reflexion in das Zentrum der Betrachtungen rückte.

1999 ging als Nachfolge-Institution der Schule das "Institut für Ethno-Musiktherapie" hervor. Vorrangiges Ziel dieser Institution ist es, aus den jeweis kulturspezifischen musikalischen Therapiekonzepten universelle Prinzipien herauszuarbeiten, und diese in die hiesige Therapielandschaft zu übersetzen.

 Auf der Grundlage der Erfahrungen mit einem Hochschul-Lehrgangs-Pilotprojekt (Hochschule für Musik & Theater in München, Marmara Universität Istanbul, Institut für Ethno-Musiktherapie) zwischen 1997 und 2002 wurde die Ausbildung in Lehre und Forschung ein weiteres Mal neu strukturiert, und ab 1999 in das Institut für Ethno-Musiktherapie eingegliedert.

Seit 2003 kooperiert das Institut im Ausbildungsbereich mit der GAMED (Wiener Internationale Akademie für Ganzheitsmedizin), in deren Räumen im Wiener Otto-Wagner-Spital die Ausbildung auch stattfindet.

In regelmäßigen Abständen wurden die Ausbildungsinhalte an die jeweils neuesten Erkenntnisse der hiesigen musiktherapeutischen Praxis und Forschung angeglichen. Dieses vorwiegend auf einem aussereuropäischen Konzept basierende Ausbildungsmodell wird nunmehr bis 2011 auslaufend geführt.
Dieser Lehrgang ist im Rahmen des seit Juli 2009 in Kraft getretenen Musiktherapiegesetzes gesetzlich anerkannt.


Die Weiterentwicklung zum FH Studiengang in Krems

Seit September 2009 ist ein neuer und konzeptionell erweiterter Studiengang am Institut für Gesundheitswissenschaften der IMC Fachhochschule Krems der Studiengang "MUSIKTHERAPIE" etabliert.
Die erste Ausbildungskohorte besteht aus 22 Studierenden, und wird vom Land Niederösterreich finanziert. Als Studienbeginn für eine nächste Gruppe ist das Wintersemester 2011/12 vorgesehen.
Damit wurde nunmehr ein (in konzeptioneller und gesetzlicher Hinsicht) weiterer entscheidender Integrationsschritt in die österreichische und europäische Ausbildungs- und Therapielandschaft vollzogen.

Inhaltlich - struktureller Aufbau des Studiums
Der Studienaufbau folgt der Idee einer schrittweisen Umsetzung theoretisch erlernten und praktisch eingeübten Wissens.
In den Semestern 1-5 werden die Studierenden in die Theorien und grundlegenden Konzepte von Musiktherapie, des wissenschaftlichen Arbeitens sowie in die zur musiktherapeutischen Arbeit notwendigen medizinischen und psychologischen Grundkenntnisse eingeführt.
Parallel dazu werden die bereits vorhandenen – im Rahmen einer Aufnahmeprüfung erhobenen – musikalischen Fertigkeiten am Instrument vertieft und in Richtung therapeutischen Arbeitens entwickelt. (Semester 1-4) Auch werden die Studierenden über den gesamten Studienverlauf mittels eigentherapeutisch- und selbsterfahrungsorientierten Übungen intensiv auf die musiktherapeutische Praxis vorbereitet.
Im 6.Semester erhalten die Studierenden im Rahmen von Wahlmodulen Vertiefungsmöglichkeiten in weiteren klinischen und sozialen Arbeitsfeldern.
Im Sinne der Internationalisierung des Faches wird in den Semestern 1-3 das Modul „Fachenglisch“ angeboten. Musiktheoretische, rechtliche und ethische Aspekte runden den theoretischen Teil des Studienprogramms ab.


Maßnahmen zur Umsetzung der Ausbildungsziele
Der Studiengang folgt dem Konzept der „Competence-based Education“. Dabei sind die Studierenden gefordert, eine aktive Rolle in ihrer eigenen Ausbildung zu übernehmen.
Die Lehrenden agieren nicht ausschließlich als „WissensvermittlerInnen“, sondern unterstützen die Studierenden kontinuierlich dabei, die geforderten Fähigkeiten und Kompetenzen zu erlangen. Die durchgeführten Prüfungen orientieren sich an den in der Berufsrealität geforderten Kompetenzen und Handlungsanforderungen.
Im Bachelorstudiengang Musiktherapie kommt die Haltung einer „Collaborative Mentorship“ seitens aller Lehrenden zur Anwendung. Dies ist ein aktives und dynamisches Konzept der Studiererenden-Lehrenden Beziehung und setzt sich aus folgenden Merkmalen zusammen:
  • verhandelbare Beziehungen (im Sinne einer gegenseitigen wertschätzenden Haltung gegenüber den aus den eingebrachten diversen beruflichen und lebensweltlichen Erfahrungen und Kompetenzen der Lehrenden und Studierenden)
  • wechselseitiger Interaktion
  • fördernden Strategien und Empowerment seitens der Lehrenden

Ausgehend von dieser Grundhaltung des gesamten Lehrendenteams steht dem/der einzelnen Studierenden von Beginn des Studiums an ein/e MentorIn zur Verfügung, der/die den/die Studierenden im Bedarfsfall im Rahmen von Einzelbetreuung über die Dauer des Studiums beratend zur Seite steht. Der Fokus dieser Begleitung liegt in der speziellen Förderung individueller Begabungen und Interessen.
Zusätzlich steht dem/der Studierenden ein/e SupervisorIn zur Verfügung, der/die sich auf die therapeutisch praxisrelevanten Aspekte der Interaktion zwischen dem/der Studierenden und den PatientInnen im musiktherapeutischen Praxisfeld fokussiert.

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